Tipps & Berichte


Hier finden Sie Berichte, Tipps und Hinweise rund um Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung in Betrieben.

Prävention-online


Neuer Internet-Informationsdienst zu Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes

www.praevention-online.de

Prävention-online ist der Name eines neuen online-Informationsdienstes für Fragen des Arbeits- und Gesundheitschutzes und eines Projekts, das sich im Internet mit einer umfangreichen Homepage präsentiert. Der Dienst wendet sich sowohl an Führungs- und Fachkräfte als auch an Betriebs- und Personalräte. Beides wird vom Wiesbadener BC-Verlag gestaltet.

Der online-Newsletter erscheint alle 14 Tage mit einer Fülle kurzer Meldungen zum Themenfeld Arbeit und Gesundheit. Sie reichen von Informationen über neue Regelungen und Forschungsergebnisse, laufende Projekte, Verlautbarungen von Verbänden und Institutionen, Informationen über neue Produkte und Dienstleistungen bis hin zu Hinweisen auf Meldungen in einschlägigen Zeitschriften.

Die praevention-online Redaktion erläutert, es gehe nicht nur darum, eine Informationsplattform zu schaffen, sondern auch eine Kommunikationsdrehscheibe. Die vorhandenen Anbieter von Informationen, Dienstleistungen und Produkten sollen miteinander vernetzt werden. Das gelingt offenbar auch recht gut: Wer sich die Meldungen des Newsletters anschaut, kann sich von dort über deutlich erkennbare Links zum eigentlichen Urheber der Information durchklicken und landet dann auf dessen Homepage.

Zum Newsletter praevention-online kommt man, indem man die Homepage des Projekts anwählt (www.praevention-online.de). In der rechten Spalte können dann die aktuellen "News" angeklickt werden. Die Internetseite bietet auch die Möglichkeit, den Newsletter zu abonnieren und sich regelmäßig per E-Mail zuschicken zu lassen.

Weitere Informationen:
Redaktion Prävention-online
Kaiser-Friedrich-Ring 53
65185 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 9 50 30-0
Fax: 0611 / 9 50 30-33
E-Mail: info@praevention-online.de
Internet: www.praevention-online.de

Wir werden Ihnen auf gesanet.de ausgesuchte Meldungen aus dem Newsletter von Prävention-online präsentieren.

[Quelle: Arbeit & Ökologie-Briefe Nr. 14 vom 12. Juli 2000]

Mobbing & Burnout


Online-Beratung bei Mobbing und Burnout

Beratung per Internet zu Mobbing und Burnout-Syndrom bietet jetzt eine virtuelle Beratungsstelle im Sozialnetz Hessen. Organisiert wird sie von der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft.

Obwohl sie längst zur betrüblichen Alltagsrealität geworden sind, werden Mobbing und Burnout - das "Ausgebranntsein" am Arbeitsplatz - in vielen Betrieben und Dienststellen noch immer als individuelle Probleme angesehen und als heikle Themen tabuisiert. Erfahrungen zeigen, dass sowohl für Mobbing als auch für Burnout ein erheblicher Informations- und Beratungsbedarf besteht. Qualifizierte Beratungsangebote werden in der Regel gerne in Anspruch genommen.

Ein neuartiges Beratungsangebot stellt jetzt das Sozialnetz Hessen mit einer virtuellen Beratungsstelle Mobbing und Burnout online allen Akteuren des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes zur Verfügung. Organisiert wird es von der Mobbing-Beratung der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG), die sich des Problems als eine der ersten schon 1993 annham. DAG-Projektleiterin Hilke Schmidt hat seither umfassende Beratungserfahrungen gewonnen - teils am Telefon, teils in Seminaren oder auf Betriebs- und Personalversammlungen und im Gespräch mit Betriebs- und Personalräten. Die Idee der virtuelle Beratungsstelle entstand durch die ständig wachsende Nachfrage nach Information und Hilfe.

Die virtuelle Beratung zu Mobbing und Burnout bietet neben allgemeinen Hinweisen verschiedenen Adressatengruppen die Möglichkeit, spezielle Informationen abzurufen und sich konkrete Handlungsmöglichkeiten vorschlagen zu lassen. Dazu gehören z.B. Themen wie: die Rechte von Betroffenen, Handlungsanleitungen, Adressen von Selbsthilfegruppen, Seminarangebote, arbeitsrechtliche Möglichkeiten, Informationen über Betriebs- und Dienstvereinbarungen, Tipps für Befragungen zum Thema Betriebsklima u.a.m.

Einmal wöchentlich - mittwochs von 19 bis 20 Uhr - wird online eine interaktive Sprechstunde eingerichtet. Außerdem gibt es die Möglichkeit, per eMail konkrete Fragen und Beratungen abzurufen und am "Diskussionsforum im Internet" teilzunehmen. Für die wöchentliche online-Sprechstunde sind Schwerpunktthemen mit geeigneten Fachkräften vorgesehen, z.B. zu Rechtsfragen, psychotherapeutischen und medizinischen Fragen, zu speziellen Problemen von Interessenvertretungen oder von Arbeitgebern usw.

Weitere Informationen:
Die virtuelle Beratungsstelle Mobbing und Burnout ist im Internet erreichbar unter www.sozialnetz-hessen.de/mobbing.

[Quelle: Arbeit & Ökologie-Briefe Nr. 16 vom 9. August 2000]

PC-Arbeitsplätze


90 % der PC-Arbeitsplätze bergen Gesundheitsrisiken

Zwar nicht neue, aber in dieser Form nützliche und kompakte Hinweise zur gesundheits- und vor allem rückengerechten Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes bietet eine neue Broschüre der BAD Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik.

Nur jeder zehnte Bildschirmarbeitsplatz entspricht derzeit vollständig der 1996 in Kraft getretenen Bildschirmarbeits-Verordnung - obwohl die letzten Übergangsfristen für deren Umsetzung Ende 1999 abgelaufen sind. Wer sich noch nicht allzu sehr an Kummer gewöhnt hat, muss diesen Sachverhalt alarmierend finden. Der Hinweis stammt vom Betriebsärztlichen Dienst BAD Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik in Bonn. Gleichzeitig, so unterstreicht der BAD, bedeutet die Verordnung, dass überall dort ein Bildschirm-Arbeitsplatz besteht, wo sich ein Computer auf einem Schreibtisch befindet - gleichgültig, wie lange daran gearbeitet wird. Seit dem 1. Januar können Gewerbeaufsichtsämter gegen Unternehmen, deren Bildschirm-Arbeitsplätze nicht der Verordnung entsprechen, ein Bußgeld von bis zu 50 000 DM verhängen.

Wer am Computer arbeitet, weiß sehr gut, dass diese Arbeit krank machen kann oder zumindest Gesundheitsrisiken in sich birgt. Nicht die Grippe ist für die meisten Fehltage in der Arbeitswelt verantwortlich, sagt Dr. Bernd Witte, Arbeitsmediziner beim BAD, sondern Wirbelsäulenbeschwerden, die häufig auf unergonomisch gestaltete Bildschirm-Arbeitsplätze zurückzuführen sind.

Permanente Bildschirmarbeit, so die Arbeitsmediziner vom BAD, ist sehr anstrengend. Eben deshalb wollten der europäische und der bundesdeutsche Gesetzgeber, dass Bildschirmarbeit abwechslungsreich gestaltet wird. Gemeint ist: Abwechslung zwischen Routinearbeiten und hochkonzentrierter Tätigkeit, zwischen Bildschirmnutzung und handschriftlichen Arbeiten, zwischen sitzender und stehender Körperhaltung. Die BAD-Experten empfehlen, Bildschirmarbeit auf die Hälfte der täglichen Arbeitszeit zu begrenzen.

Wer die Praxis kennt, weiß, dass dieses Idealbild in den seltensten Fällen erreicht wird. Wo solche Vielseitigkeit nicht geht, so will es der Gesetzgeber, müssen den Beschäftigten mehrere Kurzpausen eingeräumt werden, die nicht auf die Mittags- oder Kaffeepause angerechnet werden dürfen. Diese Pausen sollen genutzt werden, um die Augen oder die verkrampften Muskeln zu entspannen. Auch davon ist die Praxis oft weit entfernt.

Wie außerdem ein guter, ergonomisch gestalteter Bildschirmarbeitsplatz aussehen sollte, hat der BAD in einer kleinen Broschüre anschaulich dargestellt. Der hier erarbeitete Katalog beschränkt sich auf das, was der Anhang der Bildschirmarbeits-Verordnung zu Bildschirmgeräten, der Tastatur, den Arbeitsmitteln und der Arbeitsumgebung sagt. Vorausgesetzt, man vergisst nicht, dass gesundheitsgerechte Bildschirmarbeit noch weitere Gestaltungsbereiche einschließt, kann aber dieser kleine Katalog mit seinen anschaulichen Darstellungen sehr hilfreich für erste ergonomische Maßnahmen sein. Zweck dieses Katalogs ist schließlich, den Bildschirmarbeitsplatz so zu gestalten, dass die Wirbelsäule geschont wird.

Weitere Informationen: Die 20-seitige Broschüre "Der Bildschirmarbeitsplatz" ist gegen Einsendung eines mit 3 Mark frankierten und an sich selbst adressierten DIN-A5-Briefumschlags zu beziehen über:
BAD Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik
Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Herbert-Rabius-Str. 1
53225 Bonn
Tel.: 0228/400 71-21
Fax: 0228/400 72-25
gruenes@bad-gmbh.de
Internet: www.bad-gmbh.de
Der Text der Broschüre ist auch im Internet zugänglich und kann auch auf diesem Weg bestellt werden.

[Quelle: Arbeit & Ökologie-Briefe Nr. 15 vom 26. Juli 2000]

Surftipps


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Homepage für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Das Brandenburgische Landesinstitut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin weist darauf hin, dass neben weiteren Informationen Dokumentationen und Broschüren zum Thema zum Download auf der Seite de.osha.eu.int zur Verfügung stehen.

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